Türkei

Antike Geschichte und die Brücke zwischen Asien und Europa

An der herrlichen Küste liegen malerische Urlaubsorte und bedeutende Ausgrabungsstätten, hier wurden die Überreste des legendären homerischen Troja gefunden. Die Ruinen der einst bedeutenden Stadt Pergamon (das heutige Bergama) liegen südlich von Troja. Zu besichtigen gibt es den Athena- und den Trajans-Tempel, den Zeusaltar, eine Akropolis, ein Theater, ein Gymnasium, das Asklepion, ein Museum und eine Basilika aus roten Ziegeln.

Istanbul, direkt am Goldenen Horn gelegen, stellt die Brücke von Asien nach Europa dar. Die bewegte Vergangenheit dieser Stadt, die einst Byzanz, dann Konstantinopel hieß und Hauptstadt des Römischen, Byzantinischen und Ottomanischen Reiches war, hat ein umfangreiches Kulturgut hinterlassen. Unzählige Moscheen, Museen und prächtige Paläste, das farbige Leben am Ufer des Bosporus und die überdachten Basare geben der Stadt ein einzigartiges Flair.

Die Hafenstadt Izmir, der Geburtsort Homers, ist die drittgrößte Stadt der Türkei. Die moderne Großstadt liegt in einer wunderschönen Bucht, umgeben von terrassenartig aufsteigenden Hügeln. Hier befand sich einst die griechische Festung Smyrna. Mehrere Erdbeben und ein großes Feuer haben die alte Siedlung fast vollständig zerstört. Übriggeblieben ist die auf dem Berg Pagos gelegene Zitadelle aus dem 4. Jahrhundert, die eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, den Golf von Izmir und eine römische Agora mit guterhaltenen Säulen und Statuen von Poseidon und Artemis bietet. Çesme mit ausgezeichneten Stränden, einer Festung aus dem 15. Jahrhundert, und Thermalquellen ist nur einer der vielen beliebten Urlaubsorte der Region. Die malerische Hafenstadt Sigacik, die Ruinen der alten ionischen Stadt Teos und die Sandstrände von Akkum liegen zwischen Izmir und Çesme. Am Fuß des Berges Pion befinden sich die Ruinen der griechisch-römischen Stadt Ephesus (das heutige Selçuk). Das Große Theater sowie die Celsus-Bibliothek sind inzwischen restauriert worden; außerdem können der Serapis-Tempel (2. Jh.), die Fassade des Hadrian-Tempels, die Hafenstraße, Häuser, die Agora, ein Gymnasium und ein Stadion besichtigt werden. Meryemana, angeblich das Haus der Jungfrau Maria, liegt in der Nähe von Ephesus in einem kleinen Tal des Bergs Bulbul Dagi. Die Ruinen von Priene, Milet und Didyma (einst eine bedeutende Orakelstätte) sind ebenfalls interessant. Sie liegen unweit des Ferienortes Kusadasi, der ausgezeichnete Sandbuchten hat und sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung anbietet.

Weiter im Südwesten liegt die Küstenstadt Bodrum, dem Geburtsort des antiken Geschichtsschreibers Herodot. Hier befinden sich auch die Fundamente des Grabmals von König Mausolos, des imposanten Mausoleums, das eines der Sieben Weltwunder der Antike war. Die St.-Peter-Burg aus dem 15. Jahrhundert beherrscht das heutige Stadtbild. Von hier aus kann man Ausflüge zur griechischen Insel Kos unternehmen. Marmaris liegt an einer Förde und ist von Pinienwäldern umgeben. Ganz in der Nähe ist das Fischerdorf Datca, weiter südlich liegt Fethiye, ein Urlaubsort in einer geschützten Bucht mit vielen kleinen Inseln. Die Felsengräber der Lykier sind einen Besuch wert. Ganz in der Nähe liegt der erst vor kurzem entdeckte Öludeniz eine vom Meer geschützte Lagune mit kristallklarem Wasser, die unter Naturschutz steht. Pamukkale in der Nähe von Denizli ist bekannt für die spektakulären, zu Kalkstein erstarrten Wasserfälle. Die Heilkraft der Thermalquellen war schon den Römern bekannt. Hier befinden sich auch die Ruinen der römischen Stadt Hierapolis.

GEOGRAPHIE: Die Türkei grenzt im Nordosten an das Schwarze Meer und Georgien, im Osten an den Iran, im Südosten an den Irak, im Süden an Syrien und das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und im Nordwesten an Griechenland und Bulgarien. Kleinasien (oder Anatolien) umfaßt 97% des Landes und liegt auf einer großen, breiten Halbinsel, die von Osten nach Westen 1650 km breit und von Norden nach Süden 650 km lang ist. Die Pontic-Bergkette im Norden und die Taurus-Bergkette im Süden umschließen das zentrale Plateau Anatoliens und gehen dann in das riesige Gebirgsgebiet im Osten des Landes über. Hier entspringen die Flüsse Euphrat und Tigris.